Panettone

Panettone: Weihnachten auf Italienisch

Was den Deutschen der Christstollen, ist den Italienern ihr Panettone. Ein Weihnachtsfest ohne diesen süßen, kuppel­förm­igen Früchte­kuchen aus lockerem Hefeteig, das geht gar nicht! Auch in unseren zunehmend vom mediterranen dolce vita geprägten Breitengraden wird das italienische Weihnachtsgebäck immer beliebter.

Über den Ursprung des aus Italien im ausgehenden Mittelalter kommenden Hefekuchens kursieren unzählige Legenden. Die hartnäckigste ist eine, die dem Gebäck auch seinen Namen verdankt, nämlich die des eines Bäckerlehrlings Antonio.

Bei einer vorweihnachtlichen Feier im Hause des Fürsten Sforza wurde ein großes Fest gegeben. Der für das Dessert geplante Kuchen jedoch verbrannte im Ofen und es musste auf die Schnelle ein Ersatz her. So soll der Bäckerlehrling Antonio mit dem, was er gerade noch an Zutaten zur Hand hatte, einen improvisierten Ersatz gebacken haben: mit etwas Sauerteig, Mehl, ein paar Eiern, Butter und ein paar schon vergorenen Fruchtstücken. Nicht mal ganz fertig gebacken, wurde der Kuchen Antonios, der "pane di Antonio", serviert und die Gäste des Fürsten kamen doch noch in den Genuss eines für lecker befundenen Nachtisches.

Dass das heutige Rezept vermutlich nicht mehr dem jenes spätmittelalterlichen Originals entspricht, tut der Beliebtheit des Panettone keinen Abbruch.

Panettone, Plural: Panettoni; einer Ableitung zu pane (ialienisch für "Brot") einer der Legenden nach pane di Toni (Brot von Toni); lombardisch panaton oder panatton

Panettone ist die Mailänder Kuchenspezialität schlechthin und wird dort wie auch weit über die norditalienischen Grenzen hinaus traditionell in der Weihnachtszeit gegessen. Unter dem Namen Panetón findet man diese Kuchenspezialität inzwischen auch in Peru und weiteren lateinamerikanischen Ländern als typischen Weihnachtskuchen.

Es handelt sich dabei um eine Art süßes, aus Weizensauerteig hergestelltes und mit kandierten Früchten und Rosinen bespicktes Brot. In speziellen Papiermanschetten gebacken, erhält der Kuchen seine kuppelartige Gestalt mit etwa 20 Zentimetern Höhe. Zu den Panettonescheiben werden heiße und süße Getränke serviert, wahlweise auch süßer Wein wie zum Beispiel Spumante oder Moscato konsumiert.

Auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum des Panettone oft mit sechs Wochen angegeben wird, ist das Gebäck überdurchschnittlich lange haltbar und schmeckt oft auch noch nach zwei, drei oder gar mehr Monaten. Und so wird manch Panettone noch genüsslich zu Ostern verzehrt.

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