Fasnachtsküechli

Das Gebäck für die närrischen Tage

Wer diese Schweizer (oder auch italienische) Spezialität einmal probiert hat, wünscht sich Fasnacht rund ums Jahr!

Fasnachtsküechli oder in Schweizer Mundart Fasnachtschüechli sind seit dem Spätmittelalter traditionelles Schweizer Wintergebäck. Beim sogenannten Heische-Brauch zogen Männer von Haus zu Haus, um jungen Frauen zu singen und dabei ein paar Chüechli oder andere Leckereien als Gegenleistung zu erhalten. In Basel kennt man den geselligen "Chüechli-Schmaus".

Das Traditionsgebäck kommt aus der Schweiz, ursächlich aus dem Baseler Raum. In der ganzen Schweiz werden Fasnachtsküechli in regionalspezifischen Ausprägungen gebacken.

Auch in Italien wird die italienische Knabberei als crostoli zubereitet.

 

Fasnachtsküechli, so viel wie "kleiner Kuchen zur Fasnacht"

in Schweizer Mundart: Fasnachtskiechli oder Fasnachtschüechli

Andere Bezeichnungen:

Chneublätz (übersetzt etwa Knielappen aufgrund der ursprünglichen Herstellungsweise),
im Kanton Bern Chilbiblätz (von Chilbi, ursprünglich Kirchweih, heute allgemein Volksfest),
in der Region Ostschweiz Öhrli,
in der französischsprachigen Schweiz Merveilles,
in der italienischsprachigen Schweiz Frittelle di carnevale

Dünn und knusprig sollen sie sein und beim Schmelzen auf der Zunge die zugegebernermaßen hohe Kalorienzahl vergessen lassen. Die Fasnachtschüechli, Fasnachtskiechli, Chneublätz oder auch Chilbiblätz sind einfach nur köstlich und erfreuen sich auch hierzulande immer größerer Beliebtheit. Einmal damit angefangen, kann man nicht mehr aufhören, das zart-süße Gebäck zu genießen.

In der Region von Basel und heute fast überall in der Schweiz findet man sie zur Fasnachtszeit, in anderen Regionen sind sie das typische Gebäck zur Kirchweih (Kirmes).

Der Teig besteht aus Eiern, Rahm und Mehl und erinnert in der Konsistenz an weichen Hefeteig. Ein pflaumengroßes Stück wird dünn kreisrund ausgewallt und dann über dem (mit einem Küchentuch bedeckten) Knie papierdünn ausgezogen. Der Teigling ist dann einiges größer als der Topf. Er wird ins heiße Fett gelegt und mit zwei Holzlöffeln auf die Topfgröße zusammengedrückt, so dass er Wellen wirft. Einmal gewendet und knusprig durchgebacken, wird er noch warm mit Puderzucker bestäubt.

Videoclip zur Herstellung der Schweizer Fasnachtskiechli "Em Gritli sini Fasnachtskiechli"

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