Yacón

Smallanthus sonchifolius

Die Superknolle aus den Anden

Schon die Inkas bauten die Pflanze an und wussten um die gesundheitlichen Vorzüge der Knolle. In unseren Gefilden ein echter, viel versprechender und viel haltender Geheimtipp!

Die Yacón-Planze stammt aus Südamerika und wächst in den peruanischen Hochebenen in den Anden, wo sie seit Jahrhunderten als Nahrungsmittel und Heilpflanze genutzt wird. Anders als viele andere südamerikanische Pflanzen wie Bohnen, Kartoffeln, Mais, Paprika oder Tomaten, die allesamt ab dem 16. Jahrhundert infolge der Eroberung des südamerikanischen Kontinents nach Europa gelangten, gelangte die Yacón-Pflanze erst im 19. Jahrhundert nach Europa.

Peruanische Hochebenen in den Anden, Südamerika.

Da die Yacón sehr anpassungsfähig ist, erfolgt ihr Anbau heute auch außerhalb von Südamerika, wo die Pflanze bis zu 3m hoch wird. Beispielsweise in China, Japan, Philippinen, Südkorea, Taiwan, Australien, Tschechien, Neuseeland, Russland und den USA. Auch in Deutschland wird Yacón seit kurzem angebaut (Link zum Bericht im SWR-Fernsehen).

Der Name "Yacón" leitet sich aus der Quechua-Sprachfamilie der Ureinwohner des Anden-Raumes, den Inkas, ab. Dort bedeutete das Wort Yacu Wasser und die für die Yacón namensgebenden Worte Llaqon, Ilacuma, Ilacum oder Yacumpi bedeuteten so viel wie "Wasser-Wurzel" oder "wässrige Wurzel", was sich auf die Saftigkeit der Wurzel-Knolle bezieht.

Quelle: Grau, Alfredo; Rea, Julio (1997): Yacon (Smallanthus sonchifolius (Poepp. & Endl.) H. Robinson), S. 203, in: Hermann, M./Heller J. (Hrsg., 1997) "Andean roots and tubers: Ahipa, Arracacha, Maca and Yacon. Promoting the conservation and use of underutilized crops, International Plant Genetic Resources Institute (IPGRI), Rom (Italien)

Ein Europa ist die krautige Yacón-Pflanze bis heute nur Kennern und Feinschmeckern ein Begriff. Eigentlich schade, denn die Yacón schmeckt nicht nur hervorragend, sondern auch den Inhaltsstoffen in ihren Knollen und Blättern wird nachgesagt, Blutzuckerspiegel aktiv senken zu können.

Die sättigende Yacón-Knolle hat einen hohen Anteil an Fructose, ihr frisch-süßlicher Geschmack erinnert an den einer Nashi, Melone oder Birne. Wenn man sie schält, kann man sie sofort essen, so wie Karotten, Gurken, Rettich oder Topinambur

Die Yacón-Knollen lassen sich entsprechend auch sehr gut raspeln und reiben oder in Würfel und Chips-Scheiben schneiden. Damit eignet sich die Yacón für einen Kuchen-Belag oder als Bestandteil in Gemüsesuppen und -pfannen oder Salaten wie einem Kartoffel- oder Rohkostsalat, wo sie mit anderen Gemüsearten kombiniert werden können.

Aus den Knollen der Yacón-Pflanze lässt sich außerdem Yacón-Sirup herstellen zum Süßen von Desserts, Getränken und Speisen.

In Südamerika werden der Yacón verschiedene medizinische Wirkungen zugesprochen. So nehmen dort Diabetiker beispielsweise einen Aufguss aus den Blättern zu sich.

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