Tomate

Solanum lycopersicum

Das beliebteste Gemüse Deutschlands

Kein anderes Gemüse wird in Deutschland häufiger konsumiert wie die Tomate, oftmals auch selbst im Garten oder als Zimmerpflanze angebaut. Zunehmend nicht mehr nur im Standard-Rot, sondern gelb und klein wie einst.

Die Tomatenpflanze kommt ursprünglich aus den südamerikanischen Anden, heute Teile von Peru, Bolivien und Ecuador. Die Azteken und Maya Mittelamerikas nannten die Frucht xictomatl, was so viel wie "Schwellfrucht" bedeutet. Rein äußerlich hatten die ersten Tomaten, die mit Christoph Kolumbus 1498 nach Europa kamen, mit unserer heutigen "klassischen" Supermarkt-Tomate wenig zu tun: Sie waren sehr viel kleiner (etwa wie Kirschen) und gelbschalig, was sich auch heute noch im italienischen pomodoro (wörtlich: "Goldapfel") wiederspiegelt.

In Europa begannen zunächst die Italiener mit der Kultivierung der Tomatenpflanzen, und schon bald war die Frucht in ganz Europa bekannt. Allerdings sah man die Tomate in Europa im 17. und 18. Jahrhundert vor allem noch als Zierpflanze an, nur einige medizinische Anwendungen sind bekannt und zu groß offenbar der Respekt vor der in unreifen, grünen Tomaten enthaltenen Substanz Solanin, die in extrem großen Mengen tödlich sein kann. So wurden Tomaten lange Zeit nur an Schweine verfüttert.

In Deutschland begann der erwerbsmäßige Anbau der Tomate dann auch erst um 1890; sie wurde überwiegend im SÜden in Saucen, Suppen und Salaten verwendet. Heute ist die Tomate in den deutschen Küchen und Esszimmern das am meist verzehrte Gemüse – und das, obwohl die meisten Tomaten nach Deutschland importiert werden.

Im Durchschnitt isst jeder Deutsche rund 26 kg Tomaten pro Jahr – mehr als jedes andere Gemüse. Davon wird fast die Hälfte als frische Tomaten verzehrt. Gerade mal ein Bruchteil (ca. 6 %) der in Deutschland vermarkteten Tomaten werden auch im Inland produziert. Der überwiegende Teil wird aus der EU importiert, wo jährlich ingesamt 17 Millionen Tonnen Tomaten auf einer Fläche von 290.000 Hektaren angebaut werden. Hierbei liegen Italien (ca. 7 Millionen Tonnen), Spanien (mit ca. 4 Millionen Tonnen) und Griechenland (ca. 2 Millionen Tonnen) vorne. Die Niederlande produzieren zwar nur rund 0,6 Millionen Tonnen pro Jahr, aufgrund der hier intensiven Gewächshauskultur sind sie führend in der Statistik des Ertrags je Hektar (fast 500 Tonnen je Hektar). [Quelle: wikipedia]

In Europa lange als "Liebesapfel" oder, aufgrund ihrer ursprünglich gelben Farbe, "Goldapfel" (daher der italienische Name pomodoro) bezeichnet, erhielt die Tomate ihren heute gebräuchlichen Namen "Tomate" erst im 19. Jahrhundert. Dieser leitet sich von xitomatl ab, der Bezeichnung der Frucht in der Sprache der Azteken, Nahuatl. Auf Nahuatl bedeutet der Begriff soviel wie "anschwellen". Der lateinische Name der Tomaten, Lycopersicon esculentum, hingegen bedeutet übersetzt "essbarer Wolfspfirsich".

Reife Früchte färben sich meist in Rottönen, bei manchen Züchtungen auch in Gelb, Orange, Grün oder Violett. Neben runden gibt es auch pflaumen-, dattel- oder birnenförmige sowie gefurchte Exemplare. Beliebt sind Rispen- und Kirschtomaten, Eiertomaten, gerippte Tomaten oder Fleischtomaten, wobei immer neue Züchtungen hinzukommen und alte Sorten wiederentdeckt werden. Dass sich Tomaten rot verfärben liegt daran, dass das in der Frucht enthaltene Chlorophyll abgebaut und dafür Lycopin, ein rotes Carotinoid, gebildet wird.

Eine Ernährung, die einen hohen Anteil vor allem an gekochten Tomaten enthält, hilft dem Körper, die UV-Strahlung der Sonne abzuwehren, beugt somit Hautschäden vor und verlangsamt gleichzeitig den Alterungsprozess der Haut.

Unreife grüne Tomaten sollten nicht verzehrt werden. In unreifem Zustand, aber auch in den grünen Teilen von Tomatenpflanzen, also in Stängel und Blättern, ist eine Substanz enthalten, die in hohen Dosen giftig ist: das Solanin. Allerdings müsste ein erwachsener Mensch etwa drei Kilogramm (je nach Sorte) rohe, unreife Tomaten essen, um die als tödlich geltende Dosis von 400 Milligramm Solanin aufzunehmen.

Tomaten werden am besten bei Zimmertemperatur gelagert. Ideal sind hierbei 12 bis 16 Grad, bei Rispentomaten 15 bis 18 Grad. Zur Lagerung sollten die Rispen und Stängel an den Früchten verbleiben. Eine Aufbewahrung im Kühlschrank ist nicht ratsam, da dadurch Qualität und Geschmack der Tomate in Mitleidenschaft gezogen werden.

Zudem sollten Tomaten immer getrennt von anderem Obst und Gemüse gelagert werden, denn sie scheiden Ethylen aus, das den Stoffwechsel benachbarter Früchte oder Gemüse beschleunigt, so dass diese schneller reifen und in der Folge auch schneller verderben. Äpfel, die ebenfalls Ethylen produzieren, sorgen umgekehrt fürs Nachreifen von Tomaten. Dabei hilft auch, sie ins Sonnenlicht zu legen.

In dem kleinen, keine 10.000 Einwohner zählenden Ort Buñol in der spanischen Provinz Valencia findet einmal im Jahr (immer am letzten Mittwoch im August) das legendäre Tomatenfest "La Tomatina"statt. Die Tradition geht auf das Jahr 1945 zurück, als es in Buñol eine zünftige Dorfrauferei in unmittelbarer Nähe des Marktes gab. Hierbei mussten die Auslagen der Bauern – insbesondere die Tomaten – als Wurfgeschosse herhalten. Heute werden zu diesem jährlichen Spektakel überreife Tomaten tonnenweise von LKW in die Straßen von Buñol gekippt und fungieren als Wurfgeschosse für das exakt einstündige Treiben. Weil man bei allem Spaß natürlich keine Lebensmittel sinnlos vernichten möchte, kommen nur extrem überreife Tomaten zum Einsatz. Außerdem müssen die Tomaten erst in der Hand zerdrückt werden, um weicher zu werden und bei den Zielen keine Verletzungen hervorzurufen. Nach der Schlacht sind Straßen, Plätze und Häuser des Dorfes rot eingefärbt, Flüsse aus Tomatensaft laufen durch die Straßen und bescheren im Nachgang einen ordentlichen Reinigungsaufwand. Natürlich ist die Schlacht inzwischen kein Selbstzweck mehr, sondern wird touristisch vermarktet. Denn die Besucher sind meist keine Spanier, sondern strömen als Touristen von allen Kontinenten der Welt zu diesem heiteren wie skurrilen Schauspiel.

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