Quitte

cydonia oblonga

Lieblingsfrucht der griechischen Götter

Als Symbol für Liebe, Glück, Fruchtbarkeit, Klugheit, Schönheit, Beständigkeit und Unvergänglichkeit preist die griechische Mythologie die Quitte. Optisch irgendwo zwischen Apfel und Birne ist sie aber wegen ihres herben, säuerlichen Geschmackes nur gekocht genießbar.

Die Wildformen der Quitte stammen aus Transkaukasien, Turkistan und Persien und kamen von dort über Kleinasien, Nordafrika nach Südeuropa. 

Im alten Griechenland galt die Quitte als Lieblingsfrucht der Götter und wurde auf ihren Altären geopfert. Sie kochten die Frucht zusammen mit Honig und nannten den dabei entstandenen Saft "melimelon". Die Römer brachten den Quittenbaum nach Mitteleuropa, wo er in warmen Gegenden gut gedeiht und weitestgehend winterhart ist. Die Portugiesen nannten die Quitte später "marmelo", woraus das Wort "Marmelade" entstand.

 

 

Die Quitte hat ihren Ursprung im östlichen Kaukasus, in Griechenland findet man sie ab 600 v. Chr. und bei den Römern um 200 v. Chr. In Mitteleuropa bevorzugt die Quitte die Weinbaugebiete und wird seit dem 9. Jahrhundert angebaut. In Armenien und dem Iran, wo es heute noch die meisten Sorten gibt, wächst die Quitte wild. Heute sind Quitten weltweit zu finden, Anbau vornehmlich auch in Argentinien, Frankreich und der Türkei.

In Deutschland spielt der Quittenanbau nur noch eine geringe Rolle, von ursprünglich 200 Sorten sind hierzulande nur noch sechs relevant und eher in Hausgärten zu finden. Diese sind vornehmlich in Baden-Württemberg und Rheinland anzutreffen.

Das Wort "Quitte" (althochdeutsch qitina und kutinna) stammt von griechisch-lateinisch (malum) cydonium (Quittenapfel, Kydonischer Apfel) auf dem griechischen (melon) kydónion beruhend (Kydon = alter Name für Kreta).

Die Quitte ähnelt dem Apfel oder Birne. Das Fruchtfleisch hat zahlreiche Steinzellen. Die Frucht hat einen angenehmen Duft und eine goldgelbe Färbung, eignet sich jedoch nicht dafür, roh verzehrt zu werden.

Durch den hohen Gehalt des Ballaststoffes Pektin eignen sind Quitten hervorragend zum Kochen von Marmeladen, Gelees und zum Herstellen von Säften. Aber auch in herzhaften und süßen Speisen schmecken Quitten wunderbar – Hauptsache sie werden gegart verzehrt.

Der Konsum von Quitten hat positive Auswirkungen auf Halsentzündungen und den Darm, wirkt beispielsweise positiv bei Durchfall durch Magen-Darm-Entzündung, und senkt den Cholesterinspiegel im Blut.

Lecker von A bis Z