Feigen

ficus carica

Die älteste "Frucht" der Welt

Honigsüß, saftig, kalorienarm: Lecker ist die Feige allemal und kaum eine zweite ist so gesund wie diese Scheinfrucht.

Die Feige zählt zu den ältesten domestizierten Nutzpflanzen. Alle antiken Hochkulturen des mesopotamischen sowie des Mittelmeerraumes kannten und nutzten die Feige. Die Assyrer beispielsweise bauten sie schon 3000 v. Chr. in ihren Gärten an. In Griechenland wurde sie 700 v. Chr. eingeführt und verbreitete sich von dort aus im gesamten übrigen Mittelmeerraum.

Von dort aus wurde sie von den spanischen Entdeckern / Eroberern auf den amerikanischen Kontinent gebracht und auch dort an der Westküste Nordamerikas sowie Teilen Lateinamerikas heimisch.

Mittelmeerraum sowie Kalifornien

Die Echte Feige, ficus carica, gab gleich der ganzen Gattung der Feigen ihren Namen ficus (lat.) und ist auch mit dem altgriechischen sykea verwandt. Aus dem Lateinischen wurde auch das deutsche Wort entlehnt.

Die Feige ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt. In der Antike galten Feigen als wichtiges Grundnahrungsmittel. Sie ist "Frucht" des Feigenbaumens oder Feigenbusches. In botanischer Hinsicht handelt es sich um gar keine Frucht, sondern um eine Scheinfrucht. Die eigentlichen Früchte sind die zahlreichen weichen gelben Kernchen, die sich im saftigen rosafarbenen bis roten Fruchtfleisch verstecken. Man kann sie nicht nur mitessen; sie haben auch besonders viele wertvolle Inhaltsstoffe zu bieten.

Die Feigen bestehen zu 80 % aus Wasser und sind reich an Vitamin A, B1, B2, B6, C, E, Eisen, Folsäure, Kalium, Kalzium, Magnesium, Niacin, Phosphor und sind insbesondere für Vegetarier und Veganer eine wichtige Magnesiumquelle. Eine schmackhafte und natürliche Hilfe stellen Feigen bei Bronchialerkrankungen und Verstopfung dar.

Mehr als 150 Feigen-Sorten in den unterschiedlichsten Farben sind bekannt; in Deutschland findet man vorwiegend schwarze, violette oder auch grüne Feigen.

Manch Feingenbaumarten bringen zweimal im Jahr Ernte hervor: die Frühfeigen, welche sehr zart und saftig sind, und die Feigen im eigentlichen Sinne, die im Sommer und Herbst geerntet werden.

Die meisten Feigen werden getrocknet und durch den Wasserentzug länger haltbar gemacht. Besonders im Herbst und Winter sind sie auch hierzulande beliebtes Trockenobst.

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